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Leistungen · 12.8.2026 · 6 Min. Lesezeit

Rentenpunkte für Pflege: Wann die Pflegekasse einzahlt

Pflegende Angehörige können Rentenpunkte sammeln. Welche Voraussetzungen gelten, wie viel es je Pflegegrad bringt und was Sie beantragen müssen.

Wer Angehörige pflegt, arbeitet oft weniger — und verliert damit Rentenansprüche. Genau dafür zahlt die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen Rentenbeiträge für die Pflegeperson ein.

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

  • Die gepflegte Person hat mindestens Pflegegrad 2.
  • Die Pflege umfasst mindestens 10 Stunden pro Woche, verteilt auf mindestens zwei Tage.
  • Die Pflege findet in häuslicher Umgebung statt.
  • Die Pflegeperson arbeitet nebenher nicht mehr als 30 Stunden pro Woche.
  • Die Pflegeperson bezieht noch keine volle Altersrente.

Werden mehrere Personen gepflegt, dürfen die Pflegezeiten für die 10-Stunden-Grenze zusammengerechnet werden.

Wie viel bringt das?

Die Höhe der Beiträge steigt mit dem Pflegegrad und ist zusätzlich davon abhängig, ob Pflegegeld, Kombinationsleistung oder Sachleistung bezogen wird. Grob gilt: Je höher der Pflegegrad und je mehr Pflege durch Angehörige geleistet wird, desto mehr Entgeltpunkte entstehen — bei Pflegegrad 5 mit reinem Pflegegeldbezug ist es rund ein Entgeltpunkt pro Pflegejahr, bei Pflegegrad 2 deutlich weniger.

Ihre konkrete Gutschrift berechnet die Deutsche Rentenversicherung. Aktuelle Werte finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

So beantragen Sie die Rentenbeiträge

  1. Formular „Fragebogen zur Feststellung der Beitragspflicht als Pflegeperson“ bei der Pflegekasse anfordern.
  2. Pflegeumfang und wöchentliche Stunden angeben.
  3. Die Pflegekasse prüft und meldet die Beiträge an die Rentenversicherung.
  4. Änderungen (Pflegegrad, Stunden, Krankenhausaufenthalte) zeitnah melden.

Weitere Absicherung

Zusätzlich zahlt die Pflegekasse Beiträge zur Arbeitslosen- und Unfallversicherung für Pflegepersonen. Auch das ist an die 10-Stunden-Grenze und Pflegegrad 2 gekoppelt.

Pflegezeiten sauber nachweisen

Weil die wöchentliche Stundenzahl entscheidend ist, lohnt sich eine laufende Dokumentation der Pflegetätigkeiten. Genau dafür ist das Pflegetagebuch in FürsorgePilot gedacht — oder Sie starten mit unserer Vorlage zum Ausdrucken.

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